Atomkraft und der Spiegel
Heute gibt es im Spiegel einen Artikel über die neue Europäische Energie Debatte und indirekt auch uber den Atomausstieg.
Und was muss ich da mal wieder lesen:
Angesichts der Tatsache, dass Deutschland seinen Strombedarf nach wie vor zu gut einem Viertel aus der Kernkraft deckt, könnte eine vorschnelle Abschaltung der AKW enorme Auswirkungen auf die Preisentwicklung haben: Strom aus Wind, Sonne und Wasser ist bei weitem teurer als solcher aus fossilen Brennstoffen.
Das stimmt so nicht! Es ist doch immernoch so, dass grade die Atomkraft sehr viel teurer wäre, wenn die Energie Unternehmen die Entsorgung des strahlenden Muells und auch der abgeschalteten Atomkraftwerke selber bezahlen muesste (und nicht zu vergessen die Polizei Einsätze!)...
Aber nein das wird natuerlich nicht eingerechnet, weil dann wäre die Atomkraft auf einmal nicht mehr so billig!
3 Comments »
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[…] Zurecht kritisiert Garrit im mediadev den doch sehr einseitigen Kommentar im Spiegel zur europäischen Atomkraftdebatte. Ein HR-Journalist hat hierzu gestern morgen auf HR1 auch die sehr sinnvolle Bemerkung gebracht, dass es beim Öl-Streit mit Russland um Öl und nicht um Strom geht. Und das sind in Deutschland - solange keine Elektroautos durch die Gegend fahren - immer noch zwei verschiedene Ressourcen und die sollte man in der Energiedebatte sauber trennen. Aber dennoch nimmt das Störfeuer von der schwarzen Regierungshälfte gegen das Gesetz zum Atomausstieg mal wieder zu und der SPIEGEL ist sich scheinbar nicht zu schade, dies durch einseitige Berichterstattung mit anzuheizen. Schade. […]
[…] Eventuell hätte Markus Becker mal besser recherchieren sollen, bevor er den von mir hier zitierten Teil seine Artikels schrieb… […]
[…] mit solchen sätzen versucht die atomlobby mal wieder alle tatsachen zu verdrehen… aber es gibt zum glueck auch autoren beim spiegel, die recherchieren können, nicht wie manche anderen… Im Ausbauprogramm wären übrigens über 40 neue Reaktorblöcke notwendig, um den Stromsektor “CO2-frei” zu machen. Sie setzt Energie mit Strom gleich, obwohl die Stromerzeugung insgesamt nur einen Anteil von circa 16 Prozent am globalen Energieverbrauch hat. […]